Nationale Plattform Zukunft der Mobilität

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Die Nationale Plattform Elektromobilität hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Ich bin Mitglied der Arbeitsgruppe 2 „Alternative Antriebe und Kraftstoffe für nachhaltige Mobilität“ und Leiter der Fokusgruppe 1 „Technologische Elektromobilibätskonzepte“.

Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) ist der zentrale Ort zur Diskussion strategischer Weichenstellungen im Mobilitätsbereich. Die Einsetzung der NPM basiert auf dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode. Am 19.09.2018 wurde die Einberufung der Plattform durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ins Bundeskabinett eingebracht und dort beschlossen. Der Wandel im Mobilitätssektor geht mit tiefgreifenden technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Veränderungen einher. Daher betreibt die NPM zu komplexen Themen Faktenklärung und bindet relevante Stakeholder, sowie Fachexpertise und Politik ein. Aufbauend auf den Diskussionsergebnissen in der NPM werden Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ausgesprochen.

Die NPM arbeitet in sechs verschiedenen Arbeitsgruppen:
AG 1: Klimaschutz im Verkehr
AG 2: Alternative Antriebe und Kraftstoffe für nachhaltige Mobilität
AG 3: Digitalisierung für den Mobilitätssektor
AG 4: Sicherung des Mobilitäts- und Produktionsstandortes, Batteriezellproduktion, Rohstoffe und Recycling, Bildung und Qualifizierung
AG 5: Verknüpfung der Verkehrs- und Energienetze, Sektorkopplung
AG 6: Standardisierung, Normung, Zertifizierung und Zulassung

Die NPM berichtet regelmäßig über ihre Aktivitäten und dokumentiert den Fortschritt entlang der Themenfelder. Die Neuigkeiten zur NPM werden auf dieser Webseite bereitgestellt:

www.plattform-zukunft-mobilitaet.de

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3 Kommentar

  1. Ich wünsche euch einen wunderschönen glücklichen Tag.
    Ich möchte mal meine Meinung zum Thema H2 Autos kund tun.
    Ich habe dies auch schon der Bundesregierung mit geteilt, ->Keine Antwort.

    Wasserstoff ist Energetisch gesehen mist. Auf jeden Fall bei Autos. Es gibt einfach nichts was diese „“KOSTEN““ rechtfertigt.
    Nun ist es aber auch so, das Wasserstoff noch immer gebraucht wird. Auch für die Industrie. Aber es ist eben auch so, das dieser zu 99,9% aus Erdgas gewonnen wird.
    Bevor also lang und Breit über Wasserstoff als „“grüne““ Alternative zu Benzin und Diesel geredet wird, sollten wir erst mal die Producktion vorran bringen. Und zwar unabhängig davon wie viel später in Autos und oder LKW/Busse einfliest. Auch die Industrie muss sich wandeln.
    Leider ist es aber immer noch so, das GELD das wichtigste Instrument ist, das über das für und wieder entscheidet. Und solang dies der Fall ist, kann sich Wasserstoff einfach nicht durchsetzen. Es ist einfach TEURER. Da gibt es nichts dran zu rütteln.

    Wenn uns der Preis von H2 allerdings egal ist, tun sich hier ganz neue Möglichkeiten auf.
    MEINER Meinung nach, sollten wir den Wasserstoff da Produzieren, wo genug Strom und Wasser zur Verfügung steht. Ein Land wie Deutschland, ist dafür einfach nicht gemacht. Es ist zu dicht bewohnt. Auch ist hier die Versorgung mit Wasser nicht gesichert. Wenn Deutschland sich in eine Steppe verwandelt, wie Klimastudien nahe legen und die letzten beiden Sommer gezeigt haben, dann wird uns das Wasser ausgehen.

    Wo also gibt es genug Wasser und Strom? OZEAN. Nirgendwo sonst spielt es eine Rolle ob wir 100km² mit Windrädern voll bauen, oder nicht. Vor allem im offnen Ozean, wo es keine Vögel gibt, die dadurch sterben könnten.
    Für die Wasserproducktion braucht es da aber auch die Möglichkeit, das salzhaltige RestWasser zu entsorgen. Der wohl beste Platz ist im Nordatlantik. An der Stelle, wo das kalte Polarwasser zum Meeresboden absinkt, und damit die Thermohydoline Zirkulation anstreibt. Wenn der Salzgehalt steigt, wird das Wasser schwerer und sinkt mit ab. Positiver Nebeneffekt, die Zirkulation wird wieder stärker.

    Was braucht es noch? Da an dieser Stelle die Wassertieve über 2km beträgt, ist ein Aufschütten oder änliches unmöglich. Daher kommt nur eine schwimmende Insel in betracht. Diese wird mit Ketten am Meeresboden befestigt.
    Insel weil der Platz auf einer Bohrinsel einfach nicht reicht.
    Den Strom für alle Anlagen und H2 Producktion produzieren wir vor Ort. Nun braucht es nur noch eine Anlegestelle für H2 Tanker und schon kann der H2 nach Deutschland gebracht werden.

    Alles in allem ist auch diese Anlage nur eine Frage des Geldes. Mit 500Millionen€ dürfte alles fast vollständig bezahlt sein. Die Frage ist, WOLLEN wir das auch?

    Mit glücklichen Grüßen

  2. Zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor führt offenbar kein Weg an der massenhaften Einführung von batterieelektrisch angetriebenen PKW vorbei. Diese werden gegenwärtig von den Kunden allerdings kaum akzeptiert, da sie bei einem hohen Preis eine geringe Reichweite und lange Ladezeiten haben. Die erforderliche Batterietechnik hat außerdem noch eine schlechte Umweltbilanz. Zur Verbesserung der Akzeptanz sind Fördermaßnahmen wie Kaufprämien und der Ausbau der Ladeinfrastruktur geplant, womit aber die o. g. Nachteile nicht beseitigt werden. Auch technische Weiterentwicklungen an den Batterien werden in absehbarer Zeit keinen entscheidenden Durchbruch ermöglichen. Deshalb muss die heute verfügbare Technik so eingesetzt werden, dass die bekannten Nachteile reduziert oder sogar vermieden werden.
    In diesem Zusammenhang sollte unbedingt wieder mehr über wechselbare standardisierte Batteriemodule für PKW und die dazugehörigen Wechselstationen (z. B. an Tankstellen) diskutiert werden. Ich bin davon überzeugt, dass sich mit einer geschickten Kombination von fest eingebauten und wechselbaren Batterien die derzeitigen Probleme bei der Einführung von batterieelektrisch angetriebenen PKW lösen lassen:
    Beispielsweise könnte man so einen PKW mit einer fest eingebauten Batterie ausstatten, die für eine Reichweite von ca. 100 … 200 km ausgelegt ist und somit für den überwiegenden Teil der Fahrten ausreicht. Laden kann man diese an gewöhnlichen Ladesäulen. Für den Fall, dass mit dem Fahrzeug eine längere Fahrt unternommen werden soll, verfügt es über einen (oder mehrere) Schächte für wechselbare Batteriemodule für beispielsweise 200 … 400 km Reichweite. Diese Schächte sind normalerweise leer, können aber bei Bedarf an einer Tankstelle in wenigen Minuten bestückt werden. Leergefahrene Module können dort auch schnell gegen aufgeladene getauscht werden. Eine PKW-interne Ladevorrichtung sorgt dafür, dass die fest eingebaute Batterie während der Fahrt mit Wechselbatterie nachgeladen wird, so dass bei Abgabe der Wechselbatterie noch genügend Reichweite verfügbar ist.
    Dieses Konzept ist mit heute verfügbarer Technik realisierbar und hätte gegenüber heutigen Elektrofahrzeugen folgende Vorteile:
    • Die Reichweite des Fahrzeugs ist für die meisten Fahrten vollkommen ausreichend und kann bei Bedarf schnell beliebig erweitert werden.
    • Die Ladezeit stellt kein Problem dar. Die Batterien können lebensdauerschonend langsamer geladen werden, ohne die Verfügbarkeit des Fahrzeugs einzuschränken.
    • Der Anschaffungspreis des Fahrzeugs ist geringer wegen der kleineren Batterie.
    • Im Normalbetrieb ohne Wechselbatterie ist das Fahrzeuggewicht geringer. Dies hat Vorteile bei Fahrverhalten und Energieverbrauch, müsste aber bei der Auslegung des Fahrwerks berücksichtigt werden.
    • Bessere Umweltbilanz wegen der kleineren Batterie. Auch die für die gesamte Fahrzeugflotte erforderliche Batteriekapazität dürfte wegen der gemeinsam genutzten Wechselmodule geringer ausfallen, als wenn jedes Fahrzeug ständig mit der Maximalkapazität ausgerüstet werden muss.
    • Die an den Batteriewechselstationen vorgehaltenen Module werden besser ausgenutzt und können auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten werden (z. B. bezüglich der Kapazität). Davon profitieren auch ältere Fahrzeuge.
    Das wichtigste noch zu lösende Problem an einem solchen Konzept ist die Schaffung eines Standards für die wechselbaren Batteriemodule. Wenn damit eine große Hürde bei der Einführung der Elektromobilität überwunden werden kann, lohnt es sich, daran mit Hochdruck zu arbeiten.

    • Ich habe zwischenzeitlich erfahren, dass es bis 2013 die Firma Better Place gab, die Elektroautos mit wechselbaren Batterien und die dazugehörigen Wechselstationen betrieben hat. Leider ging sie insolvent. Das Positive an dem Projekt ist ja, dass damit schon so etwas wie ein Feldtest für die Batteriewechseltechnik gelaufen ist und damit entsprechende Erkenntnisse verfügbar sind.
      Dass das Projekt gescheitert ist, lag ja wohl hauptsächlich an der fehlenden Unterstützung durch die Autohersteller (da deren Gestaltungsfreiheit zu stark eingeschränkt wurde) und dass es seiner Zeit vielleicht etwas zu weit voraus war.
      Ich denke, die im Diskussionsbeitrag vorgeschlagene Variante der Kombination von fest eingebauten und wechselbaren Batterien unterscheidet sich weit genug von o.g. Projekt und bietet zusätzliche Vorteile, so dass es sich lohnt, darüber neu zu diskutieren. Auch die Autohersteller haben hier mehr Gestaltungsfreiheit und können auf die aktuelle Batterie- und Ladetechnik aufbauen. Die Autohersteller haben inzwischen möglicherweise auch eine andere Einstellung zur E-Mobiltät und erfahren mehr öffentlichen Druck in diese Richtung. Sie müssen die Verkaufszahlen von E-Autos steigern und das geht am besten, indem die Nachteile der aktuell geplanten Technik beseitigt werden.
      Noch eine technische Einzelheit zu der im Diskussionsbeitrag vorgeschlagenen internen Ladeeinrichtung zum Umladen von Wechselmodul auf fest eingebaute Batterie: Diese lässt sich einfacher und kostengünstiger realisieren,wenn die Betriebsspannung der Wechselmodule etwas höher festgelegt wird, als die der fest eingebauten Batterien.

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